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Miscellaneous / Verschiedenes » de.alt.fan.aldi » Arbeitsbedingungen bei Aldi
| Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255721] |
Mi, 26 April 2006 02:04 |
|
Ich habe gelesen, dass die Arbeitsbedingungen vor allem bei Discountern
sehr schlecht f=FCr die Mitarbeiter sind. Auch Aldi sei unter den
Discountern mit schlechten Arbeitsbedingungen.
Kritikpunkte, die ich las, sind: Aldi verhindert Gr=FCndungen von
Betriebsr=E4ten durch Einsch=FCchterungen. Aldi fordert von seinen
Mitarbeitern unbezahlte =DCberstunden, ca. 2,5 Stunden pro Woche.
Kann mir jemand vielleicht aus eigener Erfahrung sagen, wie die
Arbeitsbedingungen bei Aldi sind? Was sind noch die Mi=DFst=E4nde, au=DFer
den beiden?
Ich denke, dass ich bei Aldi allein schon aus den beiden Gr=FCnden nicht
mehr einkaufen werde, bei Lidl sowieso nicht.
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255723 ] |
Mi, 26 April 2006 02:25 |
|
lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
> Aldi fordert von seinen
> Mitarbeitern unbezahlte Überstunden, ca. 2,5 Stunden pro Woche.
Unbezahlte Überstunden sind so ein Schlagwort, dass ich für
problematisch halte. Entscheidend ist ja nicht der angenommene sondern
der reale Stundenlohn. Was sollen unbezahlte Überstunden überhaupt sein?
Effektiv ist es doch eine Arbeitszeitverlängerung und damit eine
Verringerung des Lohns pro Arbeitszeit, aber unbezahlt ist da IMHO nix.
Der Arbeitgeber lügt sich halt ein bißchen in die Tasche, aber darüber
weiß der Arbeitnehmer ja in der Regel vorher Bescheid.
Grüße,
Dirk
--
Private Seite: www.lucasmatic.de - Infos zur Freewind
|
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|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255724 ] |
Mi, 26 April 2006 02:51 |
|
lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
> Ich habe gelesen, dass die Arbeitsbedingungen vor allem bei Discountern=
> sehr schlecht f=FCr die Mitarbeiter sind. Auch Aldi sei unter den
> Discountern mit schlechten Arbeitsbedingungen.
Kann ich so nicht best=E4tigen.
> Kritikpunkte, die ich las, sind: Aldi verhindert Gr=FCndungen von
> Betriebsr=E4ten durch Einsch=FCchterungen.=20
Mag sein.
Kann man aber auch verstehen, wenn man sich ansieht, was manche
Betriebsr=E4te so "leisten".
> Aldi fordert von seinen
> Mitarbeitern unbezahlte =DCberstunden, ca. 2,5 Stunden pro Woche.
Kann ich auch nicht best=E4tigen.
Die Mitarbeiter haben halt nicht um Punkt 20 Uhr Feierabend, das "zu
Ende bedienen" ist aber Bestandteil des Tarifvertrages.
> Kann mir jemand vielleicht aus eigener Erfahrung sagen, wie die
> Arbeitsbedingungen bei Aldi sind? Was sind noch die Mi=DFst=E4nde, au=DF=
er
> den beiden?
Meine Ex arbeitet dort. Sie hat einen 18h-Vertrag, also 18
Wochenstunden, umgerechnet sind das 48% von Vollzeit.
Sie erh=E4lt 48% vom h=F6chsten Tarifgehalt ihrer Tarifgruppe, dazu eine
Leistungspr=E4mie je nach Umsatz der Filiale. Als sie in einer
schlechtgehenden Filiale war, waren das monatlich ~100 EUR, in besser
laufenden sind es ~200 EUR (Bei 48% von Vollzeit).
Dazu gesellen sich Wainachtsg=E4lt (Sorry, habe ich so lange schon nicht
mehr bekommen, ich wei=DF nicht, wie man das schreibt) und die tarifliche=
n
Zuschl=E4ge f=FCr Arbeit w=E4hrend der Sp=E4t=F6ffnungszeiten (ab 18 Uhr)=
sowie an
Samstagen.
Der Arbeitsvertrag enth=E4lt folgende Klausel:
Es ist in jedem Fall sichergestellt, da=DF die Bezahlung =FCber Tarif lie=
gt.
Wenn Du f=FCr mich (Elektro-Installateur, Berufserfahrung, Erfahrung im
Bau von Steuerungen f=FCr Maschinen, usw.) eine =E4hnlich bezahlte Stelle=
findest, vergi=DF nicht, mir Bescheid zu geben!
--=20
Mit freundlichen Gr=FC=DFen
Hauke Hagenhoff
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255725 ] |
Mi, 26 April 2006 03:01 |
|
> Unbezahlte =DCberstunden sind so ein Schlagwort, dass ich f=FCr
> problematisch halte. Entscheidend ist ja nicht der angenommene sondern
> der reale Stundenlohn. Was sollen unbezahlte =DCberstunden =FCberhaupt se=
in?
>
> Effektiv ist es doch eine Arbeitszeitverl=E4ngerung und damit eine
> Verringerung des Lohns pro Arbeitszeit, aber unbezahlt ist da IMHO nix.
> Der Arbeitgeber l=FCgt sich halt ein bi=DFchen in die Tasche, aber dar=FC=
ber
> wei=DF der Arbeitnehmer ja in der Regel vorher Bescheid.
>
> Gr=FC=DFe,
> Dirk
Der Tarifvertrag sieht vor, dass die Wochenarbeitszeit X Stunden
betr=E4gt. Wenn jemand mehr als X Stunden pro Woche arbeiten muss, dann
m=FCssen die =DCberstunden gem=E4=DF des vereinbarten Tarifvertrages
bezahlt werden. Wenn diese =DCberstunden von Aldi nicht bezahlt werden,
dann sind es unbezahlte =DCberstunden. Genau davon ist die Rede.
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255726 ] |
Mi, 26 April 2006 03:18 |
|
[at] Hauke
Was von den Verk=E4uferinnen bei Aldi an Leistung verlangt wird ist ja
auch viel mehr als bei anderen Superm=E4rkten. Insofern sehe ich die
=FCbertarifliche Bezahlung als Ausgleich f=FCr diesen h=F6heren
Leistungsdruck an und weniger als soziale Wohltat, als die es im ersten
Moment erscheint.
Was ist mit der Einsch=FCchterung der Mitarbeiter durch Aldi? Wenn man
einen Betriebsrat gr=FCnden will, muss man meinen Infos zufolge um seine
Existenzgrundlage f=FCrchten. Wer sich daf=FCr engagiert, kann es (habe
ich im Netz gelesen) sein, dass man unter fadenscheinigen Gr=FCnden
entlassen wird, oder dass man mit Test-K=E4ufern solange gemobbt wird,
bis genug Abmahnungen zustande gekommen sind. Hausbesuche von
Vorgesetzten bei Krankheit sollen angeblich auch vorkommen, oder das
Verlangen eines Attestes statt einer Krankmeldung.
Mich interessieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Aldi. Macht
sie =F6ffentlich.
|
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255728 ] |
Mi, 26 April 2006 04:01 |
|
lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
> Was von den Verkäuferinnen bei Aldi an Leistung verlangt wird ist ja
> auch viel mehr als bei anderen Supermärkten. Insofern sehe ich die
> übertarifliche Bezahlung als Ausgleich für diesen höheren
> Leistungsdruck an und weniger als soziale Wohltat, als die es im ersten
> Moment erscheint.
So naiv, Bezahlung in der Marktwirtschaft als Ausdruck sozialer
Wohltaten zu sehen, wird ja wohl hoffentlich keiner sein.
Niemand wird gezwungen, bei Aldi zu arbeiten, und ich kann mir gut
vorstellen, dass viele zwar über die Arbeitsbedingungen meckern, dass es
letztlich aber dann doch bloß ein Job ist, bei dem man für seine
Arbeitskraft entlohnt wird. Die Situation wie sie Marx vor sich hatte,
nämlich die totale Abhängigkeit von ausbeuterischen Arbeitgebern, liegt
ja nicht vor. Wir leben ja hier in Deutschland in der glücklichen
Situation, selbst dann nicht völlig am Abgrund zu stehen, wenn wir zu
faul zum Arbeiten sind. Man darf halt nicht erwarten, fürs Faulsein
fürstlich entlohnt zu werden.
> Was ist mit der Einschüchterung der Mitarbeiter durch Aldi? Wenn man
> einen Betriebsrat gründen will, muss man meinen Infos zufolge um seine
> Existenzgrundlage fürchten. Wer sich dafür engagiert, kann es (habe
> ich im Netz gelesen) sein, dass man unter fadenscheinigen Gründen
> entlassen wird, oder dass man mit Test-Käufern solange gemobbt wird,
> bis genug Abmahnungen zustande gekommen sind.
Das sind natürlich Praktiken, die das letzte sind. Die Einschränkungen
von verbrieften Rechten ist meiner Meinung nach kriminell. Und dass man
bei jedem Angestellten Fehler finden kann, wenn man nur gründlich genug
sucht, ist auch klar. Ich halte Betriebsräte für eine wichtige Sache,
und derart kriminelle Blockadepolitik seitens der Arbeitgeber zeugt
wirklich von unlauteren Zielen. Auch wenn Betriebsräte vielleicht
manchmal Mist bauen und Unternehmensziele blockieren darf man sich auch
als Arbeitgeber nicht die Rosinen aus dem Kuchen "Rechtsstaat" picken.
> Hausbesuche von Vorgesetzten bei Krankheit sollen angeblich auch vorkommen,
Vom Hörensagen weiß ich, dass man bei anderen Discountern, vielleicht
auch bei Aldi, Führungspositionen gerne mit Personen besetzt, die anale
Charaktereigenschaften haben. Ohne jetzt meinem derzeitigen Chef zu nahe
treten zu wollen, muss ich allerdings sagen, dass ich Gründlichkeit und
Kontrollfunktion für grundlegende Eigenschaften eines Vorgesetzten
halte. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Und wer wirklich krank zuhause ist, darf den Chef fragen, warum der so
unverschämt ist, zum Krankenbesuch nicht wenigstens ein paar
Schnittblumen mitzubringen.
> oder das Verlangen eines Attestes statt einer Krankmeldung.
Mir ist jetzt nicht ganz klar, wo da der Unterschied ist. Ich finde es
normal, dass man mit einer Krankheit zum Arzt geht. Wo liegt das Problem?
> Mich interessieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Aldi. Macht
> sie öffentlich.
Ich glaub, dass hier hier einfach lauter getrommelt wird, als es nötig
ist. Und deine kumpelhafte Aufforderung zur Entblößung der angenommenen
Missstände wirkt auf mich etwas plump. Anscheinend suchst du da brisante
"Insiderinformationen", weil dir die Realität nicht Spektakulär genug ist.
Grüße,
Dirk
--
Private Seite: www.lucasmatic.de - Infos zur Freewind
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255729 ] |
Mi, 26 April 2006 04:10 |
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lebowski1888 [at] fastmail.fm wrote:
> Was von den Verk=E4uferinnen bei Aldi an Leistung verlangt wird ist ja
> auch viel mehr als bei anderen Superm=E4rkten. Insofern sehe ich die
> =FCbertarifliche Bezahlung als Ausgleich f=FCr diesen h=F6heren
> Leistungsdruck an und weniger als soziale Wohltat, als die es im ersten
> Moment erscheint.
Nicht falsch verstehen, aber letztlich ist es ziemlich
egal, als was *du* *das* *siehst*, weil da eh jeder
"hineinsieht", was er sehen will.
> Was ist mit der Einsch=FCchterung der Mitarbeiter durch Aldi? Wenn man
> einen Betriebsrat gr=FCnden will, muss man meinen Infos zufolge um seine
> Existenzgrundlage f=FCrchten.
Das ist bestimmt nicht pers=F6nlich gemeint. Vielleicht will
der Arbeitgeber einfach keinen Betriebsrat.
> Hausbesuche von
> Vorgesetzten bei Krankheit sollen angeblich auch vorkommen, oder das
> Verlangen eines Attestes statt einer Krankmeldung.
Recht so.
> Mich interessieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Aldi.
Wieso fragst du, wenn du's eh schon weisst?
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255731 ] |
Mi, 26 April 2006 04:27 |
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lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
> Der Tarifvertrag sieht vor, dass die Wochenarbeitszeit X Stunden
> beträgt. Wenn jemand mehr als X Stunden pro Woche arbeiten muss, dann
> müssen die Überstunden gemäß des vereinbarten Tarifvertrages
> bezahlt werden. Wenn diese Überstunden von Aldi nicht bezahlt werden,
> dann sind es unbezahlte Überstunden. Genau davon ist die Rede.
Sorry, aber das erinnert mich immer wieder an die Gespräche mit Leuten,
die von Brutto und Netto keine Ahnung haben, die von kostenlosen
Telefongesprächen sprechen wenn sie Grundgebühren meinen und
Payback-Punkte für einen Rabatt halten. Die Kalkulation ist vorbei, wenn
am Monatsende das Geld auf dem Konto ist.
Wenn das für die geleistete Arbeit zu wenig ist, darf man sich sicher
beschweren. Aber bei übertariflicher Bezahlung sind übertarifliche
Arbeitszeiten dafür IMHO kein Anlass. Wahrscheinlich würden sich einige
Leute darum reißen, Joseph Ackermanns unbezahlte Überstunden zu machen,
wenn sie sein Gehalt bekämen.
Grüße,
Dirk
--
Private Seite: www.lucasmatic.de - Infos zur Freewind
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255732 ] |
Mi, 26 April 2006 05:33 |
|
lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
> Ich denke, dass ich bei Aldi allein schon aus den beiden Gründen nicht
> mehr einkaufen werde, bei Lidl sowieso nicht.
Die von dir genannten Gründe sind Scheisshausparolen, ansonsten geht es
bei Aldi nicht schlimmer zu als in anderen größeren Unternehmen. Kannst
also guten Gewissens weitersparen.
Im Gegensatz zu Lidl lässt sich bei Aldi schon alleine aufgrund der
Konzernstruktur die Gründung eines Betriebsrates nicht wirksam
verhindern. Und dass man i.d.R. für gutes Geld auch gut arbeiten muß,
ist an sich auch nicht verwerflich. Nicht umsonst werden ehemalige
Aldi-Mitarbeiter von anderen Ketten mit Kusshand genommen, weil davon
auszugehen ist dass die arbeiten können.
Andreas
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255736 ] |
Mi, 26 April 2006 06:50 |
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In article <1146009842.859179.13910 [at] v46g2000cwv.googlegroups.com>,
Lebowski1888 [at] fastmail.fm wrote:
> Ich habe gelesen, dass
Schlechter bait.
> Was sind noch die Mißstände
Leute mit schlechter Phantasie.
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255742 ] |
Mi, 26 April 2006 09:36 |
|
Dirk Lucas schrieb:
Hallo,
> Wenn das für die geleistete Arbeit zu wenig ist, darf man sich sicher
> beschweren. Aber bei übertariflicher Bezahlung sind übertarifliche
> Arbeitszeiten dafür IMHO kein Anlass.
man kann nicht nur übertarifliche Bezahlung in einen Arbeitsvertrag
schreiben sondern auch übertarifliche Arbeitszeit.
Wenn im Vertrag (fiktiv, keine Ahnung was Aldi zahlt) steht "1000 Euro
im Monat für 18 Wochenstunden" und der Mitarbeiter 20 Stunden pro Woche
arbeiten muß dann sind das zwei unbezahlte Überstunden pro Woche. Die
2000 Euro sind (siehe Vertrag) für die ersten 18 Stunden, folglich hat
er für den Rest nix bekommen.
Alle in D gearbeiteten bezahlten und unbezahlten Überstunden geben
rechnerisch zusammen mindestens eine halbe Million Arbeitsplätze, bei
4-5 Mill. Arbeitslosen sind diese Überstunden asozial.
Nicht mitrechnen darf man durch Freizeit ausgeglichene "Überstunden",
das sind keine Überstunden sondern eine Flexibilisierung der
Arbeitszeit, diese ist in vernünftigem Rahmen nicht zu beanstanden.
Gruß, Wolfgang
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|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255744 ] |
Mi, 26 April 2006 10:12 |
|
|
Post removed (X-No-Archive: yes)
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255746 ] |
Mi, 26 April 2006 10:16 |
|
Thomas Grüske schrieb:
> In article <1146009842.859179.13910 [at] v46g2000cwv.googlegroups.com>,
> Lebowski1888 [at] fastmail.fm wrote:
>> Ich habe gelesen, dass
>
> Schlechter bait.
Schau dir den Header an und alles ist klar.
Hardy
--
Liest Du drf, wirst Du lernen, dass selbst der Osama gegen
Fahrradhelme ein Anfänger ist.
Peter Wenz
|
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|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255747 ] |
Mi, 26 April 2006 11:19 |
|
|
Post removed (X-No-Archive: yes)
|
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|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255748 ] |
Mi, 26 April 2006 11:31 |
|
lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
>
> Ich denke, dass ich bei Aldi allein schon aus den beiden Gründen nicht
> mehr einkaufen werde, bei Lidl sowieso nicht.
>
Die Leute arbeiten *freiwillig* bei ALDI.
*Sie* haben sich, trotz der evtl. schlechteren Arbeitsbedingungen dafür
entschieden, dort zu arbeiten.
Jetzt kommst *Du* und womöglich andere, und boykottieren den Laden.
(Theoretische, und von Dir wohl gewollte) Folge, der Laden macht dicht.
Folge, die Verkäuferin kann, obwohl sie will, nicht mehr dort arbeiten.
Warum respektierst Du nicht den Wunsch der Verkäuferin, dort zu diesen
Arbeitsbedingungen zu arbeiten?
Warum willst Du die Verkäuferin bevormunden, ihr vorschreiben, wo sie
arbeiten darf? Warum willst Du Ihren Arbeitsplatz kaputtmachen?
Andreas
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255749 ] |
Mi, 26 April 2006 11:44 |
|
Ich hatte mich mal bei Aldi beworben, also stellvertrender Filialleiter
(bzw. Filialverantwortlicher wie man das nennt).
Beim Vorstellungsgespräch hat man mir direkt gesagt, daß es eine 42 Stunden
Woche ist (Überstunden schon eingerechnet). Desweiteren wurde auch gleich
offen gesagt, daß Aldi seinen Mitarbeitern sehr viel abverlangt, und dies
nicht jedermanns Sache wäre, ich sollte es mir also gut überlegen ob ich
mich dem gewachsen fühle. Man hat mir auch direkt den Arbeitsablauf da
beschrieben. Desweiteren allerdings wurde mir auch das Gehalt genannt, incl.
Überstunden 2900 Euro. Ich denk bei diesem Gehalt dürften auch ein paar
Überstunden drin sein. Stellvertreter sollte man laut Aussage der Herren bei
denen ich das Vorstellungsgespräch hatte ca. 2 Jahre sein, danach zum
Filialleiter aufsteigen, wo man dann je nach Leistung 3500 bis 5500
verdienen kann.
Letztendlich bin ich dann doch wo ganz anders gelandet (nicht Einzelhandel),
und es wird wohl niemand überraschen wenn ich jetzt sage daß ich dort
deutlich weniger verdiene. Allerdings gibts dafür einen Betriebsrat und ein
Arbeitszeitkonto (alles was über 38,5 Stunden die Woche geht kann durch
Freizeit abgefeiert werden, unbezahlte Überstanden verlangt niemand). Man
kann eben nicht alles haben.
Ich verstehe daher nicht wieso auf Aldi hier rumgehackt wird. Ich finde
deren Methode ok. Sie verlangen viel, und geben viel. Wer meckern will,
sollte da eher mal bei LIDL oder Schlecker anfangen. Ich glaube nicht daß
die Arbeitsbedingungen da besser sind. Und glaubt jemand daß die ähnlich gut
bezahlen? Ich nicht, den bei LIDL war ich auch in einem
Vorstellungsgespräch, und die Gehälter die man mir da genannt hat waren
nichtmal ansatzweise so hoch wie bei Aldi.
gruß,
Daniel
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255754 ] |
Mi, 26 April 2006 13:37 |
|
Dirk Lucas schrieb:
> Vom H=F6rensagen wei=DF ich, dass man bei anderen Discountern, vielleicht
> auch bei Aldi, F=FChrungspositionen gerne mit Personen besetzt, die anale
> Charaktereigenschaften haben. Ohne jetzt meinem derzeitigen Chef zu nahe
> treten zu wollen, muss ich allerdings sagen, dass ich Gr=FCndlichkeit und
> Kontrollfunktion f=FCr grundlegende Eigenschaften eines Vorgesetzten
> halte. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die M=E4use auf dem Tisch.
> Und wer wirklich krank zuhause ist, darf den Chef fragen, warum der so
> unversch=E4mt ist, zum Krankenbesuch nicht wenigstens ein paar
> Schnittblumen mitzubringen.
Nicht vom H=F6rensagen, sondern aus Stellenanzeigen von Aldi:
F=FCr F=FChrungsposten werden junge Hochschulabg=E4nger gesucht.
Geboten wird ein ausserordentliches Sal=E4r mit allen Goodies wie z.B.
Gesch=E4ftswagen.
Warum gerade so?
Das ist ganz klar. Die Jungspunde haben keine Ahnung vom Business,
also werden sie ungefragt umsetzen was sie von der Zentrale vorgekaut
bekommen. Schliesslich steht das gute Sal=E4r und der tolle Gesch=E4fts-
wagen auf dem Spiel. F=FCr das b=FCckt sich mancher und l=E4sst sich von
hinten ... nun ja, muss ja jeder selber wissen.
Die Kids kommen frisch von der Schule, haben keine Ahnung wie das
ist im Gesch=E4ftsleben, wie es sich Morgens anf=FChlt wenn man in
den Spiegel schauen kann ohne das grosse Kotzen zu kriegen. Sie
wissen nicht wie das ist Abends mit ein paar Freunden von der
Arbeit in Ruhe ein Bier zu trinken. Sie wissen nicht wie es ist als
Alleinerziehende mit knappem Sal=E4r durchzukommen. Wieso auch?
Aldi zahlt doch gut, Gesch=E4ftswagen ist auch drin. Was will die
Memme.
Manchmal frage ich mich ob diese VWL/BWLer wirklich so d=E4mlich
sind das nicht zu sehen.=20
Gruss
Luigi
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255756 ] |
Mi, 26 April 2006 13:44 |
|
In article <1kuvsp1fjdvog.ldflykwlg1ff$.dlg [at] 40tude.net>, Hartmut
'Hardy' Schiszler wrote:
> Schau dir den Header an und alles ist klar
Na ja ein doof halt ;-)
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255758 ] |
Mi, 26 April 2006 13:43 |
|
Daniel Büttner schrieb:
> Ich verstehe daher nicht wieso auf Aldi hier rumgehackt wird.
Eine neue Beigersche Identität?
Hardy
--
Erinnere mich nicht an den peinlichen Umstand,
daß ich bei den Daten von meinen derzeitigen Leben
alle Backups nur auf einen einzigen Planeten (die Erde) lagere.
Das Mösl in dafa
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255761 ] |
Mi, 26 April 2006 15:00 |
|
Glaub mir, die Arbeitsbedingungen bei Aldi sind immer noch die besten,
wenn man die Discounter miteinander vergleicht. Und ich spreche aus
Erfahrung, weil ich dort arbeite! Zwar nicht in einer Filiale aber in
einem Zentrallager.
Ich finde es gut, dass Aldi kein Freund von Gewerkschaften bzw.
Betriebsr=E4ten ist. Wenn man sieht, was die sich derzeit in Deutschland
leisten (Verdi!), dann kann es ja nur noch bergab gehen.
Niemand zahlt soviel Gehalt wie Aldi. Neben Urlaubs-und Weihnachtsgeld
(wo gibt es das heute noch?) gibt es eine Betriebliche Altersvorsorge.
=DCberstunden werden entweder ausbezahlt (ab einer gewissen H=F6he) oder
k=F6nnen abgefeiert werden.
Das Arbeitsklima ist bei uns spitze, was nat=FCrlich immer vom
jeweiligen Vorgesetzten bzw. GF abh=E4ngt. Aber wo ist das nicht so?
Gemobbt wird doch heute =FCberall.
Aber einfach alles zu glauben, was man gelesen oder geh=F6rt hat, das
sind mir die richtigen.
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255762 ] |
Mi, 26 April 2006 15:00 |
|
Glaub mir, die Arbeitsbedingungen bei Aldi sind immer noch die besten,
wenn man die Discounter miteinander vergleicht. Und ich spreche aus
Erfahrung, weil ich dort arbeite! Zwar nicht in einer Filiale aber in
einem Zentrallager.
Ich finde es gut, dass Aldi kein Freund von Gewerkschaften bzw.
Betriebsr=E4ten ist. Wenn man sieht, was die sich derzeit in Deutschland
leisten (Verdi!), dann kann es ja nur noch bergab gehen.
Niemand zahlt soviel Gehalt wie Aldi. Neben Urlaubs-und Weihnachtsgeld
(wo gibt es das heute noch?) gibt es eine Betriebliche Altersvorsorge.
=DCberstunden werden entweder ausbezahlt (ab einer gewissen H=F6he) oder
k=F6nnen abgefeiert werden.
Das Arbeitsklima ist bei uns spitze, was nat=FCrlich immer vom
jeweiligen Vorgesetzten bzw. GF abh=E4ngt. Aber wo ist das nicht so?
Gemobbt wird doch heute =FCberall.
Aber einfach alles zu glauben, was man gelesen oder geh=F6rt hat, das
sind mir die richtigen.
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255763 ] |
Mi, 26 April 2006 15:08 |
|
Sorry, eigentlich wollte ich den letzten Absatz l=F6schen und was neues
schreiben. Bin aber auf die falsche Taste gekommen. Tja, und jetzt
steht's doppelt drin.
Ich will aber auf jeden Fall damit sagen, dass Aldi sehr viel Wert auf
seinen Ruf legt und die Arbeitsbedingungen dort immer besser werden.
Ich will aber nicht bestreiten, dass es auch Ausnahmen gibt.
Gr=FC=DFe
Floriane
|
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|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255764 ] |
Mi, 26 April 2006 15:09 |
|
Aus den Werken von lebowski1888 [at] fastmail.fm:
> Mich interessieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Aldi. Macht
> sie =F6ffentlich.
Wer faselt denn hier "ich habe gelesen", ohne seine Quellen zu=20
nennen? Butter bei die Fische, Klaus-B=E4rbel.
Andreas
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255766 ] |
Mi, 26 April 2006 15:49 |
|
Martin Trautmann schrieb:
Hallo,
> Je nach Rechnung.
ich halte das nicht für ein Rechenproblem sondern ein Auslegungsproblem.
Im umgekehrten Fall hat Aldi nun allerdings kein Auslegungsproblem, wenn
am Regal steht Kilo Tomaten 2 Euro und ich packe 1100g in die Tüte, dann
werden 2.20 kassiert und nicht etwa 2 Euro für 1 Kilo "mit Übergramm".
> hat man selbst nun die Wahl
Nein, die hat man nicht, es ist Sinn und Zweck von 5 Mill. Arbeitslosen
daß man keine Wahl hat; außer der Wahl _welche_ Politiker scheinheilig
diese Arbeitslosenzahl als Katastrophe bezeichnen.
> F) Die Notwendigkeit von gelegentlich anfallenden Ueberstunden ist
> verstaendlich. Diese werden einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben
> und durch spaetere Zeitentnahme ausgeglichen.
Richtig, damit ist dem Bedarf des AG Rechnung getragen und der AN
arbeitet nicht umsonst. Es besteht keine Notwendigkeit den Ausgleich in
ein paar Jahren vorzunehmen, mit Ausgleich innerhalb eines Quartals
können beide Seiten leben.
Gruß, Wolfgang
|
|
|
| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255767 ] |
Mi, 26 April 2006 15:55 |
|
Andreas Froehlich schrieb:
Hallo,
> Die Leute arbeiten *freiwillig* bei ALDI.
bei der aktuellen Arbeitsmarktlage sollte man statt Sternchen
Anführungszeichen setzen.
> Warum respektierst Du nicht den Wunsch der Verkäuferin, dort zu diesen
> Arbeitsbedingungen zu arbeiten?
Warum respektierst Du nicht seinen Wunsch einzukaufen wo er will aus
Gründen die er alleine entscheidet?
> Warum willst Du Ihren Arbeitsplatz kaputtmachen?
Er macht nicht nur einen Arbeitsplatz (anteilig) kaputt, er schafft auch
anderswo einen neuen, möglicherweise sogar in einem Laden in dem relativ
zum Umsatz mehr Mitarbeiter beschäftigt sind als bei Aldi, das wäre dann
sogar ein Beitrag zur Schaffung _zusätzlicher_ Arbeitsplätze.
Gruß, Wolfgang
|
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255768 ] |
Mi, 26 April 2006 15:28 |
|
Andreas Froehlich wrote:
>
>Die Leute arbeiten *freiwillig* bei ALDI.
>*Sie* haben sich, trotz der evtl. schlechteren Arbeitsbedingungen dafür
>entschieden, dort zu arbeiten.
Sorry, aber so ein Standpunkt ist bei derzeitigen Arbeitslosenzahlen schon
ziemlich pervers - mal ganz unabhängi davon, wie gut oder schlecht die
Arbeitsbedingungen bei Aldi sind.
Bye
woffi
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255769 ] |
Mi, 26 April 2006 15:57 |
|
Daniel Büttner schrieb:
Hallo,
> Ich hatte mich mal bei Aldi beworben, also stellvertrender Filialleiter
> (bzw. Filialverantwortlicher wie man das nennt).
> Beim Vorstellungsgespräch hat man mir direkt gesagt, (...)
hat man Dir beim Vortellungsgespräch auch direkt gesagt, warum man
Filialleiter dort Filialverantwortliche nennt?
Gruß, Wolfgang
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255770 ] |
Mi, 26 April 2006 16:24 |
|
>
> hat man Dir beim Vortellungsgespräch auch direkt gesagt, warum man
> Filialleiter dort Filialverantwortliche nennt?
>
Nein, ich hab auch nicht nachgefragt da ich es für eine gängige Bezeichnung
gehalten habe (Bei LIDL das gleiche), aber da du es zu wissen scheinst
kannst du uns ja aufklären.
gruß,
Daniel
|
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255771 ] |
Mi, 26 April 2006 16:26 |
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Wolfgang Ottenweller wrote:
> Er macht nicht nur einen Arbeitsplatz (anteilig) kaputt, er schafft auch
> anderswo einen neuen, m=F6glicherweise sogar in einem Laden in dem relativ
> zum Umsatz mehr Mitarbeiter besch=E4ftigt sind als bei Aldi, das w=E4re d=
ann
> sogar ein Beitrag zur Schaffung _zus=E4tzlicher_ Arbeitspl=E4tze.
Das Kaputtmachen eines Arbeitsplatzes ist nur in deiner
Traumwelt gleichbedeutend mit der Schaffung eines neuen.
(Du brauchst dazu noch nichtmal nachzudenken: Ganz
offensichtlich sind 5 Mio kaputtgemachten Arbeitspl=E4tzen
keine 5 Mio neuen gefolgt.)
Daher: Immer sch=F6n Traum und Wirklichkeit auseinanderhalten!
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255776 ] |
Mi, 26 April 2006 17:36 |
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Wolfgang Krietsch schrieb:
> Andreas Froehlich wrote:
>
>> Die Leute arbeiten *freiwillig* bei ALDI.
>> *Sie* haben sich, trotz der evtl. schlechteren Arbeitsbedingungen dafür
>> entschieden, dort zu arbeiten.
>
> Sorry, aber so ein Standpunkt ist bei derzeitigen Arbeitslosenzahlen schon
> ziemlich pervers - mal ganz unabhängi davon, wie gut oder schlecht die
> Arbeitsbedingungen bei Aldi sind.
Woher willst Du wissen, daß der Kassiererin das Arbeiten nicht sogar
Spaß macht?
Oder daß sie zumindest für sich entschieden hat: "gut, kein optimaler
Job, aber besser als gar nichts".
Und dann kommt irgendjemand mit seinen Boykottaufrufen und will deren
Job kaputtmachen.
Und selbst wenn sie von der BA dazu "genötigt" wurde, den Job
anzunehmen: Glaubst Du wirklich, Aldi ist scharf darauf, jemanden zu
behalten, der gar nicht dort arbeiten will?
Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch mit dem Filialeiter und eine
Kündigung durch Aldi (innerhalb der Probezeit ohne Begründung) ist kein
Problem.
Und selbst wenn sich der Arbeitgeber stur stellt, einfach ein oder
zweimal im Kollegenkreis darüber reden, einen Betriebsarat zu gründen,
dürfte selbst den stursten Arbeitgeber "überzeugen".
Also ich bleibe dabei: Wer bei Aldi Arbeitet, der tut das freiwillig,
und niemand hier hat das Recht, ihn das Recht abzusprechen, dort
arbeiten zu wollen.
Andreas
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255778 ] |
Mi, 26 April 2006 18:37 |
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Andreas Froehlich schrieb:
> Wolfgang Krietsch schrieb:
> > Andreas Froehlich wrote:
> >
> >> Die Leute arbeiten *freiwillig* bei ALDI.
> >> *Sie* haben sich, trotz der evtl. schlechteren Arbeitsbedingungen daf=
=FCr
> >> entschieden, dort zu arbeiten.
> >
> > Sorry, aber so ein Standpunkt ist bei derzeitigen Arbeitslosenzahlen sc=
hon
> > ziemlich pervers - mal ganz unabh=E4ngi davon, wie gut oder schlecht die
> > Arbeitsbedingungen bei Aldi sind.
>
> Woher willst Du wissen, da=DF der Kassiererin das Arbeiten nicht sogar
> Spa=DF macht?
> Oder da=DF sie zumindest f=FCr sich entschieden hat: "gut, kein optimaler
> Job, aber besser als gar nichts".
> Und dann kommt irgendjemand mit seinen Boykottaufrufen und will deren
> Job kaputtmachen.
>
> Und selbst wenn sie von der BA dazu "gen=F6tigt" wurde, den Job
> anzunehmen: Glaubst Du wirklich, Aldi ist scharf darauf, jemanden zu
> behalten, der gar nicht dort arbeiten will?
> Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespr=E4ch mit dem Filialeiter und eine
> K=FCndigung durch Aldi (innerhalb der Probezeit ohne Begr=FCndung) ist ke=
in
> Problem.
>
> Und selbst wenn sich der Arbeitgeber stur stellt, einfach ein oder
> zweimal im Kollegenkreis dar=FCber reden, einen Betriebsarat zu gr=FCnden,
> d=FCrfte selbst den stursten Arbeitgeber "=FCberzeugen".
>
> Also ich bleibe dabei: Wer bei Aldi Arbeitet, der tut das freiwillig,
> und niemand hier hat das Recht, ihn das Recht abzusprechen, dort
> arbeiten zu wollen.
>
> Andreas
Genau Andreas, du hast vollkommen recht!
Ich arbeite dort auch freiwillig. Ich habe es sogar gewagt, meinen
unk=FCndbaren Job (17 Jahre im =F6D) zu k=FCndigen und zu Aldi zu gehen.
Die Arbeitsbedingungen bei meinem alten AG waren nicht mehr zu
ertragen, ganz zu schweigen vom Gehalt. Und so ging es vielen meiner
neuen Kolleginnen. Was glaubt ihr, wieviele Leute sich dort bewerben
und alles daf=FCr geben w=FCrden, einen Job bei Aldi zu bekommen? Eine
Menge! Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut!
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255779 ] |
Mi, 26 April 2006 19:09 |
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Dirk Lucas schrieb:
> lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
>
>> oder das Verlangen eines Attestes statt einer Krankmeldung.
>
> Mir ist jetzt nicht ganz klar, wo da der Unterschied ist. Ich finde es
> normal, dass man mit einer Krankheit zum Arzt geht. Wo liegt das Problem?
Wenn das in Deutschland so ist wie in ÖSterreich, wäre das illegal.
eine Krankmeldung bestätigt dem Arbeitgeber, dass ein Arzt befunden hat,
dass der Mitarbeiter nicht arbeiten kann/darf. Es geht den Arbeitgeber
ncihts an, was die Ursache dafür ist.
Ein Attest enthält genaue Angaben über die Art der Erkrankung.
lG
Peter
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255780 ] |
Mi, 26 April 2006 19:10 |
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Werner Baumschlager schrieb:
> lebowski1888 [at] fastmail.fm wrote:
>
>> Hausbesuche von
>> Vorgesetzten bei Krankheit sollen angeblich auch vorkommen, oder das
>> Verlangen eines Attestes statt einer Krankmeldung.
>
> Recht so.
Nicht recht so, sondern illegal.
P
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255785 ] |
Mi, 26 April 2006 20:19 |
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lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
> Ich habe gelesen, dass die Arbeitsbedingungen vor allem bei Discountern
> sehr schlecht für die Mitarbeiter sind. Auch Aldi sei unter den
> Discountern mit schlechten Arbeitsbedingungen.
Popcorn anyone?
Billiger Bait-Versuch aber ganz billig, da kann nicht mal Aldi
mithalten. Da trotzdem genügend Dummies drauf reinfallen werden:
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/index.html?id=501407& ;p=5&nv=cb&eid=501055
Bye
Sven
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255786 ] |
Mi, 26 April 2006 20:24 |
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Andreas Höfeld schrieb:
> Aus den Werken von lebowski1888 [at] fastmail.fm:
>
>> Mich interessieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Aldi. Macht
>> sie öffentlich.
>
> Wer faselt denn hier "ich habe gelesen", ohne seine Quellen zu
> nennen? Butter bei die Fische, Klaus-Bärbel.
Wahrscheinlich eine Scheisshausparole, die er beim w*c*s*n entdeckt hat.
Das Propagandamagazin von Verdi haut jeden Monat wieder auf Firmen wie
Schlecker und Lidl ein. Von Aldi habe ich noch nie was gelesen.
Bye
Sven
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255792 ] |
Mi, 26 April 2006 20:37 |
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-<| Sven Bötcher | Wed, 26 Apr 2006 20:19:19 +0200 |>-
> lebowski1888 [at] fastmail.fm schrieb:
[...]
> Popcorn anyone?
Muß man dazu feige Klaus-Bärbels lesen?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Disclaimer: Diese Nachricht kann unsichtbare Smilies enthalten!
Hör auf zu posten, wenn Du keine Kommentare wünschst.
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255795 ] |
Mi, 26 April 2006 20:54 |
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Werner Baumschlager schrieb:
Hallo,
> Das Kaputtmachen eines Arbeitsplatzes ist nur in deiner
> Traumwelt gleichbedeutend mit der Schaffung eines neuen.
na gut, dann eben anders formuliert: wenn er woanders kauft verhindert
er daß _dort_ ein Arbeitsplatz verlorengeht.
Paßt's jetzt in _Deine_ Traumwelt?
Gruß, Wolfgang
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255797 ] |
Mi, 26 April 2006 20:56 |
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Andreas Froehlich schrieb:
Hallo,
> und niemand hier hat das Recht, ihn das Recht abzusprechen, dort
> arbeiten zu wollen.
und niemand hier hat das Recht, jemandem das Recht abzusprechen,
woanders kaufen zu wollen.
Gruß, Wolfgang
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255800 ] |
Mi, 26 April 2006 21:31 |
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Wolfgang Ottenweller wrote:
> > Das Kaputtmachen eines Arbeitsplatzes ist nur in deiner
> > Traumwelt gleichbedeutend mit der Schaffung eines neuen.
>
> na gut, dann eben anders formuliert: wenn er woanders kauft verhindert
> er da=DF _dort_ ein Arbeitsplatz verlorengeht.
Wozu mu=DFte er dann nochmal den ersten Arbeitsplatz
vernichten?
Du h=E4ngst da scheints einer seltsamen Opferreligion
an, wo man etwas opfern mu=DF, um etwas anderes zu
erhalten. Wenn du ein bisschen =FCberlegst, wirst du
aber draufkommen, da=DF das schon allein deswegen
nicht stimmern kann, weil es dann =FCberhaupt keine
Arbeitspl=E4tze geben k=F6nnte, wenn man st=E4ndig welche
opfern m=FC=DFte.
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| Re: Arbeitsbedingungen bei Aldi [message #255804 ] |
Mi, 26 April 2006 22:15 |
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In article <e2odj4$624$1 [at] online.de>, Sven Bötcher wrote:
> Billiger Bait-Versuch
Sachichdoch :-))
> aber ganz billig, da kann nicht mal Aldi
> mithalten
Ein Discount-Bait? :->
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