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Miscellaneous / Verschiedenes » de.alt.fan.aldi » Zweiwochenmilch
Zweiwochenmilch [message #216299] Fr, 03 Februar 2006 10:59
Lothar Frings  
Aldi bietet seit einer Weile "Frisch"milch mit ungef=E4hr
zweiw=F6chiger Haltbarkeit an. Was ich gerne w=FC=DFte:
Wie machen die das, bzw. was machen sie mit der Milch?
Schadet es dem Verbraucher irgendwie? Dann w=FCrde
ich die Milch lieber woanders kaufen.
Re: Zweiwochenmilch [message #216303 ] Fr, 03 Februar 2006 12:20
Kohlrausch  
Lothar Frings wrote:
> Aldi bietet seit einer Weile "Frisch"milch mit ungefähr
> zweiwöchiger Haltbarkeit an. Was ich gerne wüßte:
> Wie machen die das, bzw. was machen sie mit der Milch?
> Schadet es dem Verbraucher irgendwie? Dann würde
> ich die Milch lieber woanders kaufen.

Moin,

andere bewerben das als "die Längerfrische." Die Milch wird stärker
erhitzt als normale Frischmilch, aber nicht so stark und lange wie
H-Milch. Das Resultat soll ein Zwischenprodukt sein: Länger haltbar als
Frischmilch aber ohne den Kochgeschmack von H-Milch. Ob's stimmt weiß
ich nicht. Ich fand, daß schon die alte Frischmilch von Aldi (Nord,
Hannover) deutlichen Kochgeschmack hatte und habe nach mehreren
Versuchen dann diese Milch nicht mehr gekauft. Bei Penny hat die
Frischmilch diesen Geschmack zuverlässig nicht. Bei Plus auch nicht,
wird aber offenbar nicht so oft beliefert wie Penny, so daß dort immer
wieder Milchmangel herrscht und/oder Haltbarkeitsdaten knapp am Ablauf
zu finden sind. Dies mag sich aber je nach beteiligter Molkerei regional
stark unterscheiden.

Gruß
Ralf C.
Re: Zweiwochenmilch [message #216304 ] Fr, 03 Februar 2006 12:20
Specious  
< Wie machen die das, bzw. was machen sie mit der Milch?
< Schadet es dem Verbraucher irgendwie? Dann würde
< ich die Milch lieber woanders kaufen.

Das Ganze nennt man Pasteurisieren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pasteurisieren

Je nach Dauer und Anwendung wird die Milch haltbarer.

Gruß,
Michael
Re: Zweiwochenmilch [message #216326 ] Fr, 03 Februar 2006 18:01
Achim Roessler  
Lothar Frings schrieb:
> Aldi bietet seit einer Weile "Frisch"milch mit ungefähr
> zweiwöchiger Haltbarkeit an. Was ich gerne wüßte:
> Wie machen die das, bzw. was machen sie mit der Milch?

Sieh mal genau auf den Aufdruck, da steht wahrscheinlich der Begriff:
'Hocherhitzt', dieser fehlt bei normaler Frischmilch, während H-Milch
üblicherweise 'ultrahocherhitzt' wird.
Die genauere Bedeutung kannst du dir ergoogeln (bin ich jetzt zu faul
zu), es hat mit den maximalen Temperaturen zu tun, die bei der
Verarbeitung (zum Zwecke der besseren Haltbarkeit) für kurze Zeit
angewendet werden.

> Schadet es dem Verbraucher irgendwie?

Nö, ist -solange kein merklicher Kochgeschmack auftritt- IMHO einfach
praktischer. Wer Frisch-Milch mag, kann getrost zu dieser etwas länger
haltbaren greifen, solange eben der Geschmack zusagt.


Gruß
Achim
Re: Zweiwochenmilch [message #216327 ] Fr, 03 Februar 2006 18:14
news0601  
Achim Roessler wrote:=20
> N=F6, ist -solange kein merklicher Kochgeschmack auftritt- IMHO einfach=
=20
> praktischer. Wer Frisch-Milch mag, kann getrost zu dieser etwas l=E4nger=
=20
> haltbaren greifen, solange eben der Geschmack zusagt.

Bei der "l=E4ngerfrischen" vom Edeka finde ich einen deutlichen=20
Kochgeschmack -- d=FCrfte aber wieder von der Molkerei abh=E4ngen, die=20
dahinter steht.=20

Michael
Re: Zweiwochenmilch [message #216332 ] Fr, 03 Februar 2006 18:38
Notifier Deamon  
Post removed (X-No-Archive: yes)
Re: Zweiwochenmilch [message #216346 ] Fr, 03 Februar 2006 19:59
Stephan Wegnert  
"Ralf C. Kohlrausch" <Kohlrausch [at] t-online.de> schrieb:

>ich nicht. Ich fand, daß schon die alte Frischmilch von Aldi (Nord,
>Hannover) deutlichen Kochgeschmack hatte und habe nach mehreren

Probier mal die "Maxifrische" von Hansano. Ist ungefähr zwei Wochen
haltbar. Ich kann keinen Kochgeschmack feststellen.

Kostet allerdings ein paar Cents mehr. ;-)

Das ist mir aber der sehr gute Geschmack wert.


Viele Grüße
Stephan
Re: Zweiwochenmilch [message #216375 ] Sa, 04 Februar 2006 01:42
Kohlrausch  
Stephan Wegnert wrote:
> "Ralf C. Kohlrausch" <Kohlrausch [at] t-online.de> schrieb:
>
>> ich nicht. Ich fand, daß schon die alte Frischmilch von Aldi (Nord,
>> Hannover) deutlichen Kochgeschmack hatte und habe nach mehreren
>
> Probier mal die "Maxifrische" von Hansano.

Nein.

> Ist ungefähr zwei Wochen
> haltbar.

In der Zeit haben wir etwa 50 Liter durch. Ich brauche eine
Direktleitung, keine Haltbarkeit.


> Ich kann keinen Kochgeschmack feststellen.

Ich bei der Penny-Milch auch nicht.

>
> Kostet allerdings ein paar Cents mehr. ;-)

Und die bei Penny ein paar Cents weniger ;-)
>
> Das ist mir aber der sehr gute Geschmack wert.

Mehr muß sehr guter Geschmack nicht kosten.

Gruß
Ralf C.
Re: Zweiwochenmilch [message #216532 ] Sa, 04 Februar 2006 16:57
Stephan Wegnert  
"Ralf C. Kohlrausch" <Kohlrausch [at] t-online.de> schrieb:

>>Ich kann keinen Kochgeschmack feststellen.

>Ich bei der Penny-Milch auch nicht.

Dann hast du aber sehr robuste Geschmacksknospen. ;-)

Aber wenn sie dir schmeckt, ist es doch in Ordnung.


Viele Grüße
Stephan
Re: Zweiwochenmilch [message #216731 ] Mo, 06 Februar 2006 02:12
ng  
bei 50 Liter ist dieser link f=FCr dich interessant:
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID2220892,00.html

"Wieviel Milc ist gesund?"
Re: Zweiwochenmilch [message #216752 ] Mo, 06 Februar 2006 11:49
Ingeborg Denner  
Ich weiss nicht, was das bei Aldi ist, aber ich habe im
Kaufland mal eine "Bio-Frischmilch" mit zweiwoechiger
Haltbarkeit gekauft, und sie schmeckte zum speien.

Milch in wiederverschliessbaren Verpackungen haelt bei
mir auch angebrochen noch eine Woche, das muss reichen.

inge
Re: Zweiwochenmilch [message #219231 ] Mo, 06 Februar 2006 15:18
Kohlrausch  
ng [at] 2k6.temporarily.de wrote:
> bei 50 Liter ist dieser link für dich interessant:
> http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID2220892,00.html
>
> "Wieviel Milc ist gesund?"

Diese Frage bleibt da unglücklicherweise unbeantwortet.

Ich will mal ganz vorsichtig anmerken, daß mir bei meinen bisherigen
Recherchen Frau Rollinger als Lebensmittelwissenschaftlerin oder
Ernährungsberaterin nicht aufgefallen ist. Auch welche Wissenschaftler
da wann was und in wessen Auftrag untersucht haben, verschweigt der
Beitrag.

Und was hat eigentlich Kuhmilch mit Kälbermast zu tun? Die Kälber
kriegen Kunstmilchpulver und Wasser. Die Menschen kriegen Kuhmilch,
deren Zusammensetzung durch systematische Züchtung an die Bedürfnisse
des Menschen angepaßt ist. Die Kälber sind da nur noch Statisten: Bei
einer Kuh, die nicht gekalbt hat, läßt die Milchproduktion zu wünschen
übrig ;-)

Ein alter journalistischer Grundsatz besagt: Gegenseite hören. Davon ist
beim NDR auch nichts zu lesen. Einem freien Mitarbeiter oder Volontär
würde ich das Manuskript "um die Ohren hauen", und ihn zurück an den
Schreibstisch schicken. Nun haben wir es hier mit dem Online-Magazin der
Regionalausgabe eines Fernsehsenders zu tun. Das ist, vorsichtig
formuliert, nicht unbedingt die Hohe Schule des Journalismus. Man muß
auch Verständnis haben, daß da wöchentlich ein fester Sendeplatz zu
füllen ist. Da werden irgendwann die Themen knapp. Die Experten sowieso
;-) Man kennt sich in der Branche.

Interessant auch eine Google-Suche zu Frau Rollinger. Da finden wir
Veganer, Vegetarier, animals-angles. Auch eine Suche nach dem Verlag ist
interessant: Auch aus Erfurt, und dies scheint sein einziges Buch zu
sein. Ich würde schon über den Absolutheitsanspruch stolpern. Das erste
fundierte Buch zum Thema Milch im deutschsprachigen Raum. Wow. Mit was
für unfundierten Kladden wird da bloß in den Unis gearbeitet. Man sollte
Frau Rollinger schnellsten eine Professur anbieten, um diesem Mißstand
abzuhelfen. Immerhin hat sich unsere Maria gemausert: Bei
http://www.milchlos.de/milos_0300.htm finden wir sie noch als
Übersetzerin, nun hat es zum eigenen Buch gereicht. Inhaltliche
Ähnlichkeiten sind natürlich Zufall ;-)

Die Liste der Buchbesprechungen auf der Homepage des Jou-Verlages
www.milchbessernicht.de ist - sagen wir es mal positiv: übersichtlich.
Eine Vegetarierzeitschrift und eine Vegetariervereinigung fanden das
Buch gut. Auf der Seite, die über die Autorin informieren soll, findet
sich nur wolkige Poesie. Sogar Alter, Beruf und Qualifikation der
Autorin bleiben wohl besser ungenannt. Ausnahmsweise bin ich geneigt,
den beiden zu glauben ;-)

Das Buch scheint durchaus eine Fleißarbeit zu sein, aber nicht ganz frei
von Ideologie, um das mal vorsichtig zu formulieren. Macht aber nix,
denn mit der Laktase gibt es in unserer Familie offenbar keine Probleme.

Gruß
Ralf C.
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